Liebe Athletinnen und Athleten,
auch in diesem Jahr möchten wir euch wieder ein Medientraining der Deutschen Sporthilfe anbieten. Am Samstag, den 19. September starten wir um 10:00h im Bootshaus des Mainzer Rudervereins mit unserem Referententeam Volker Michel und Marina Failing. Zudem konnten wir Tobias Goldbrunner, den Gesamtsportchef der VRM, in diesem Jahr gewinnen, der euch wertvolle Tipps im Umgang mit Print- und Onlinemedien geben wird.
Aufgrund der aktuellen Lage ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Daher meldet euch bei Interesse bitte schnellstmöglich unter n.reermann@olympiastuetzpunkt.org.
Wir freuen wieder auf einen spannenden und ereignisreichen Tag mit euch!
Bleibt gesund,
Eure Laufbahnberaterinnen
Marlene Wienold & Nina Reermann
Modul Nr. 1: Medientraining / Seminar 1
Chancen und Gefahren im Umgang mit den Medien
Die Inhalte des Medienseminars orientieren sich an allen möglichen und denkbaren Situationen, die für Journalisten alltäglich, für viele Sportler dagegen außergewöhnlich sind. Hier trifft der routinierte Journalist, der in jedem Fall an einer guten Schlagzeile, Nachricht oder Story interessiert ist, oft im „falschen“ Moment auf den Sportler: zum Beispiel mitten in der Konzentrationsphase vor dem Wettkampf oder direkt nach einer schmerzlichen Niederlage…. Schwupps rutscht auch erfahreneren Athleten eine ungeschickte Antwort heraus. Das kann einen Sportler dauerhaft in ein ungünstiges Licht rücken oder sogar Konflikte mit Förderern und seinem Umfeld hervorrufen.
Aber nicht nur die Fallgruben im Umgang mit den Medien sind Thema des Seminars. Unbewusst kommuniziert der Athlet im sportlichen Alltag auch durch seine Körpersprache, Gestik und Mimik. Er überzeugt als Spitzensportler nur, wenn seine Körperhaltung genau das transportiert, was er sagt. Doch kein Grund zur Panik. Das alles kann man lernen. Anhand praktischer Übungen werden die Sportler vorbereitet, den kommunikativen Anforderungen des modernen medialen Lebens an den Spitzensportler in der Öffentlichkeit gewachsen zu sein.
Das Medienseminar für Sportler umfasst alle wesentlichen Aspekte des medialen Zusammenlebens und -arbeitens mit den Alltagsmedien und thematisiert zudem spezifische Möglichkeiten und Gefahren neuer Medien für Spitzensportler wie beispielsweise Social Networks oder auch die „Selbst“-Darstellung des Athleten auf seiner Homepage. Im Wechsel zwischen theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen speziell für Leistungssportler werden die Inhalte von allen Seiten umfassend durch die Sportler erarbeitet sowie anhand Selbst- und Fremdreflektion verinnerlicht.
Ziele
- Jeder Medienkontakt wird als Chance wahrgenommen, sich als Leistungssportler positiv zu präsentieren.
- Die eigene Darstellung in den Medien wird bewusst erlebt und aktiv gestaltet.
- Der Kontakt mit Journalisten wird in schwierigen Situationen und Krisen gesteuert, ohne dabei den Fokus auf die eigene sportliche Leistung zu verlieren
- Der Sportler lernt, sich positiv in der sportinteressierten Öffentlichkeit, zum Beispiel im Umgang mit Fans oder Förderern, zu präsentieren.
Inhalte
- Erarbeitung von Zielen und Zielvorstellungen
- Grundlagen der Kommunikation
- Image; Bewusstes erleben und gestalten
- Wie Medien arbeiten: Fragetechniken, deren Absichten sowie Antwortstrategien
- Körpersprache; Wirkungen und Auswirkungen
- Rhetorikschulung und Szenariotraining
- „Selbst“-Darstellung auf Website; Chancen und Gefahren von Social networks
Umfang: zwei halbe Tage und/oder ein ganzer Tag, flexibel planbar
Referent
Als ehemaliger Handball-Nationalspieler verfügt Volker Michel über umfassende Erfahrungen im Kontakt mit Medien. Seine Laufbahn als Handball-Nationalspieler und Europameisterschafts-Teilnehmer, mehrfacher „Bundesliga-Allstar“ mit einer Erfahrung von 15 Jahren Handball-Bundesliga sowie zwei
Jahren in der französischen Ligue National Handball haben ihn sehr früh und intensiv die Möglichkeiten und Gefahren, aber auch schwierige Situationen, Krisen und Phasen der Euphorie im Sport erleben lassen.
Aus 17 Jahren Leistungssport kennt er die Situationen und Befindlichkeiten der Sportler und die Drucksituationen der vielfältigen medialen Öffentlichkeit, denen Sportler sich nur schwer entziehen können.
Volker Michel studierte an den Universitäten Gießen und Frankfurt „Lehramt am Gymnasium“ in den Fächern Sport und Mathematik. In Essen absolvierte er zudem ein Grundstudium der Philosophie. Volker Michel ist Gymnasiallehrer in Mathematik und Sport an der Goetheschule in Wetzlar. Parallel zu seiner Lehrtätigkeit betätigt sich Volker Michel als Medienberater und –Trainer. Seit 2009 berät Volker Michel Sportler in ihrer Medienarbeit. Seit 2010 ist er als Referent bei Medienseminaren für den Deutschen Schützenbund, die Rollstuhl-Basketball-Nationalmannschaft und die Stiftung Deutsche Sporthilfe tätig.
Publizistische Stationen
- im Jahr 1995 Einstieg in den Journalismus über ein Praktikum in der Sportredaktion des Gießener Anzeigers
- 2005 erscheint sein Roman „Sommersemester“
- 2011 erscheint die zweite Veröffentlichung „Peinlich, peinlich- schlimme Kurzgeschichten“ als Koautor
- seit 2008 Kolumnist für den Giessener Anzeiger zum verschiedenen sportlichen und außersportlichen Themen
- Moderation von Handall-Bundesligaspielen als Handball-Experte im Internet für Sport1
Website: www.medientraining-michel.de