Bronze für Junk & Mayer in der 4×100-m-Staffel bei der WM in Tokio
Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio sprintete die deutsche Frauen-Staffel über 4×100 Meter zu einer Bronzemedaille. Das Quartett mit Sina Mayer (LAZ Zweibrücken), Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Gina Lückenkemper (SCC Berlin) lief in 41,87 Sekunden auf Rang drei. Nur die Top-Favoritinnen aus den USA und Jamaika waren noch einen Tick schneller und holten Gold und Silber.
Sina Mayer überzeugte als Startläuferin mit einem starken Auftritt. Nach einer schwierigen, von Verletzungen geprägten Saison 2024, in der sie auch die Olympischen Spiele in Paris verpasste, hat sie sich 2025 eindrucksvoll zurückgekämpft. Ein wichtiger Anteil an diesem Comeback gebührt auch ihrer Trainerin Lena Barthel (Saarländische Landestrainerin Sprint).
Sophia Junk bewies ebenfalls ihre Zuverlässigkeit und Erfahrung. Die Sprinterin der LG Rhein-Wied gehört inzwischen offiziell zum OSP Hessen, bleibt aber auch für Rheinland-Pfalz eine wichtige Leistungsträgerin im Nationalteam.
Mit diesem Podiumsplatz knüpfte die Staffel nahtlos an die Erfolge der letzten Jahre an und bestätigte eindrucksvoll ihre Stellung in der Weltspitze.

Foto: Lena Barthel
Starker 4. Platz für Niklas Kaul bei der WM in Tokio
Niklas Kaul (USC Mainz) hat bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio einmal mehr seine Extraklasse im Zehnkampf bewiesen. Mit insgesamt 8.538 Punkten belegte der Mainzer einen starken vierten Platz – nur knapp hinter den Medaillenrängen.
Besonders im Speerwurf zeigte Kaul seine ganze Klasse: Mit 78,19 Metern lieferte er den weitesten Wurf des Feldes, katapultierte sich zurück ins Rennen um die vorderen Plätze und begeisterte das Publikum im Olympiastadion von Tokio.
Wie schon so oft setzte Kaul auf seine traditionelle Aufholjagd am zweiten Tag: Nach solidem Auftakt am Freitag schob er sich in den letzten Disziplinen Stück für Stück nach vorne. Zwar reichte es am Ende nicht ganz für Edelmetall, doch der 27-Jährige bewies erneut, dass er in den entscheidenden Momenten liefern kann.
In einem hochklassigen Wettkampf, den sein Teamkollege Leo Neugebauer mit Gold krönte, setzte Kaul mit Platz vier ein starkes Ausrufezeichen und bestätigte eindrucksvoll seine Zugehörigkeit zur Weltspitze.

Foto: Lena Barthel