Einzigartig in Deutschland: Neue Hitze-/Höhekammer am Sportcampus Saar in Saarbrücken
Am Sportcampus Saar in Saarbrücken stehen den OSP-Athlet*innen seit Januar 2026 eine neue Hitze-/Höhekammer sowie vier moderne Höhenzimmer zur Verfügung. Damit können sie bis zu 4.000 Meter Höhe und bis zu 40 Grad Celsius Hitze realistisch simulieren – und das ohne weite Reisen. Die Bedingungen sind exakt steuerbar und ermöglichen ein hochindividuelles, effektives Training. Gleichzeitig erlauben Technik und vorhandene Infrastruktur eine präzise sportwissenschaftliche und medizinische Begleitung. So lassen sich Leistung, Anpassung und Regeneration noch besser steuern. Die Anlage ist mit diesen Kombinationsmöglichkeiten einzigartig in Deutschland – ein starkes Plus für die Vorbereitung auf nationale und internationale Wettbewerbe in Hitze und/oder Höhe.

Ein weiterer großer Vorteil der neuen Anlage liegt in ihrer Flexibilität für unterschiedliche Trainings- und Regenerationsstrategien. Athlet*innen können verschiedenste Trainingsstrategien verfolgen: Leben in der Höhe mit Training auf Normalniveau (live high – train low) oder zusätzliche Trainingseinheiten gezielt unter simulierten Umweltbedingungen in Hitze und/oder Höhe. Viele Kombinationen sind möglich und dadurch lassen sich Trainingsblöcke sehr spezifisch auf Wettkampfanforderungen ausrichten. Gleichzeitig ermöglicht die enge Betreuung durch Trainer*innen, Sportwissenschaft und Medizin eine kontinuierliche Analyse der individuellen Reaktionen auf Hitze- und Höhenreize. Auf dieser Basis können Trainingsbelastung, Erholung und Anpassungsprozesse optimal abgestimmt werden – ein wichtiger Baustein für eine langfristige Leistungsentwicklung.
Die Anlage steht allen Bundeskaderathlet*innen des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland zur Verfügung. Um selbst damit Erfahrung zu sammeln und die Anlage zu testen, hat Dr. Sascha Schwindling, Leistungsphysiologe und stellvertretender OSP-Leiter, zunächst den Probedurchlauf mit den ortsansässigen Triathlet*innen, Mountainbiker*innen und Schwimmer*innen durchgeführt. Seit Januar liegen nun Daten von insgesamt 14 Athlet*innen vor. Interessierte Trainer*innen und Athlet*innen, die die Anlage testen bzw. nutzen wollen, melden sich direkt bei Dr. Sascha Schwindling, Tel.: 0681/3879-143, E-Mail: s.schwindling@olympiastuetzpunkt.org. Da die Anlage noch so gut wie neu ist und der Olympiastützpunkt bisher nur direkt auf die Verbände zugegangen ist, mit denen man die Anlage testen wollte, gibt es (noch) keine Warteliste.
